Koh Rong Samloem (17. – 26. Februar 2018)

Von Sihanoukville aus kann man verschiedenen Faehranbietern auf die suedlichen Inseln Kambodschas uebersetzen. Koh Rong und das etwas kleinere Koh Rong Samloem sind dabei die beliebtesten Ziele. Der Plan ist beide zu erforschen, aber wie so oft aendern sich Plaene schnell…

 

Koh Rong Samloem – Anreise und Unterkunft

Mit der Speed Ferry geht es nach Koh Rong Samloem. Wir haben zwei Betten im Yellow Moon Hostel in der M’Pay Bay ergattert. Die Faehre haelt nach ca. 40 min Ueberfahrt ersteinmal in der Saracen Bay und wir muessen aussteigen – angeblich waere der Motor defekt. Nach 1 Stunde geht es aber dann doch, mit einem kleinerer Boot, weiter in die M’Pay Bay, an die Nordspitze der Insel.

Wir legen an einem provisorisch anmutenden, aus verschiedenensten gebrauchten Holzlatten zusammengebastelten, Landungssteg an. Eine recht wacklige Geschichte, vor allem mit den Rucksaecken. Nach dem Balanceakt steht man dann auch schon mitten in M’Pay Bay Village, einem kleinen Ort, der hauptsaehlich aus einer unbefestigten Strandpromenande und einigen Haeusern und Wegen dahinter besteht.

Strandpromenade im M'Pay Bay Village auf Koh Rong Samloem

Es gibt Hostels und Gasthaeuser wohin man auch blickt. Das Yellow Moon ist eine der letzten Unterkuenfte in der Reihe und liegt direkt am Strand. Und, wie das Glueck so spielt, ist es auch DAS Partyhostel am Ort: Happyhours mit billigem Alkohol aus Plastikbechern und grossteils schlechter Musik inklusive. Obwohl ab 00:00 Uhr Nachtruhe herrscht, finden wir im Dorm, mit recht wackeligen und schiefen Stockbetten, wenig Schlaf. So sind wir auch nicht wirklich traurig, dass das Hostel am naechsten Tag bereits ausgebucht ist.

Nach kurzer Suche finden wir im Village, wieder etwas naeher am Steg, in zweiter Reihe, ein kleines Guesthouse, das Green Sayrout, und ein Doppelzimmer mit geteiltem Bad fuer 12$. Sehr viel besser als die zwei Dormbetten fuer 10$ – man goennt sich ja sonst nichts.

Auf unserer ersten Erkundungstour entdecken wir dann aber das Eco Retreat Bungalows, voellig alleine am naechsten Stand gelegen. Und hier bleiben wir wir dann haengen…

Ausblick von der Bar des Eco Retreat Bungalows

Eine gemuetliche runde, offene Bar mit Blick auf den eigenen Steg und guter Musik, ein einfacher Bungalow mit Bad fuer 20$ (teilweise auch als Dorm genutzt)… was braucht man schon mehr im Leben?

Pier am Eco Retreat Bungalows in Koh Rong Samloem

 

Entspannte Tage

Wirklich viel unternehmen wir nicht wahrend unserer Zeit auf Koh Rong Samloem. Ich bin zufrieden mit Haengematte, Meer und abends den Sonnenuntergang vom Pier zu sehen. Aber man kann schon auch einiges tun, wenn man moechte…

Im Village gibt es ein buntes Angebot an Essensmoeglichkeiten – sogar ein All-you-can-eat Buffet und auch ein tuerkisches Restaurant stehen zur Auswahl.

Geht man den Strand am Eco Retreat Bungalows weiter und folgt dann einem Pfad durch den Dschungel, kommt man nach ca. 40 Minuten zur Clearwater Bay, einem der schoensten Straende der Insel.

Clearwater Bay auf Koh Rong Samloem

Und dann gibt es natuerlich noch das Meeresleuchten, das man auch hier beobachten kann. Natuerlich muss es dafuer voellig dunkel sein, also sollte man sich einen abgeschiedenen Strand dafuer suchen und eine Nacht waehlen in der Mond nicht zu hell ist.

 

Paradies ohne Schnickschnack. Noch…

Eigentlich findet man auf Koh Rong Samloem fuer so gut wie jeden Geschmack das Passende. Es muss einem aber auch bewusst sein, dass man auf einer noch nicht voellig touristisch erschlossenen Insel ist. Es gibt Tiere, mit denen man sich auch ab und an mal sein Zimmer teilen muss.

Wir haben beobachtet, wie zwei junge Frauen, nur mit Handtuechern bekleidet, um 23:00 Uhr panisch aus ihrem Resort auschecken wollten, weil sie in der Dusche ihres 40$ Bungalows eine Ratte gesehen haben… Richtig agressiv sind sie geworden, sowas gehe ja schliesslich gar nicht… Ich habe mich danach kurz mit der Angestellten unterhalten, die sich diese beiden Damen  fuer ihre Beschwerde auserkoren hatten. „Die Leute vergessen gerne, dass wir hier auf einer Insel in Kambodscha sind und nicht in Dubai…“ Leider habe ich das Ende des Dramas nicht mehr mitbekommen. Da das eine der besten Adressen am Ort war und um diese Uhrzeit auch keine Faehren mehr fuhren, waere das bestimmt interessant geworden zu beobachten.

Aber so rustikal wird es sicher nicht ewig bleiben. Es  wird heftig gebaut auf der Insel. Ich bin mir sicher, wenn ich in ein paar Jahren hierher zurueck kaeme, wuerde ich die Insel nicht wieder erkennen. Ob sie es dabei schafft ihren entspannten Flair zu bewahren, bleibt abzuwarten.

 

Fazit und Tipps fuer Koh Rong Samloem

  • Auf der ganzen Insel gibt es keinen Geldautomaten und mit Kreditkarten kommt man auch nicht weiter. Man muss sich also mit genug Bargeld eindecken, bevor man auf die Insel faehrt. Ansonsten bleibt einem dann nur eine Ueberfahrt zum Festland um Nachschub zu holen.
  • Im M’Pay Bay Village gibt es fast ueberall 24 Stunden Strom. Bei den einsamer gelegenen Unterkuenften, wie dem Eco Retreat, liefert dagegen ein Generator den Strom – meisst von Einbruch der Daemmerung bis kurz vor Mitternacht. Den hoert man natuerlich, aber dafuer hat man Licht. Will man abends noch ausgehen, sollte man aber auf jeden Fall Licht dabei haben!
  • Wenn man danach sucht, findet man auch Bars und Restaurants mit Wifi. Wenn man allerdings unbedingt Internet moechte, lohnt es sich, sich vorher zu informieren wie die Netzabdeckung der verschiedenen Anbieter ist. Wir hatten zwar eine Karte von „Metphone“, damit kommt man aber auf Koh Rong Samloem nicht wirklich weit. Besser waere „Smart“ gewesen. Kann sich aber natuerlich mit der Zeit auch aendern.
  • Zwischen den Straenden und auch den Inseln gibt es verschiedene Faehren, Boottaxis und Versorgungsboote – je nachdem wieviel Zeit und Geld man investieren will.

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