Sihanoukvillle – Otres Beach (13. – 17. Februar 2018)

Wir fahren mit dem Bus von Kampot ins knapp 100 km westlich gelegene Sihanoukville – unsere letzte Basis in Kambodscha. Von hier kann man mit Faehren auf die suedlichen Inseln uebersetzen, aber vorher wollen wir uns natuerlich hier noch ein wenig umsehen. Die Stadt selbst lassen wir allerdings komplett aus und konzentrieren uns auf die Straende, vor allem Otres Beach.

 

Otres – die europaeische Blase und die chinesische Invasion

Etwas oestlich der Stadt Sihanoukville findet man den Otres Beach, praktischerweise unterteilt in Otres 1 und Otres 2. Dazwischen liegt Otres Market, oder auch Otres Village genannt. Alles hier ist fest in „Expat“-Hand. Wenn man nicht gerade nach ihnen sucht, findet man, ausser TukTuk-Fahrern und in Mini-Maerkten, kaum Kambodschaner. In Otres Market, wo wir schliesslich bleiben, sind es meist Schweden oder Finnen, die die Unterkuenfte und Bars betreiben und an den Theken stehen fast ausschliesslich Volunteers aus Europa.

Das ist natuerlich einerseits super: leckeres gewohntes Essen und man kann sich einfach unterhalten. Auf der anderen Seite komme ich mir vor wie in einer Blase und alles wirkt irgendwie unecht.

Am Strand selbst erheben sich hinter der Strandpromenade duzende Baustellen und Kraehne: Die Chinesen haben hier systematisch Land aufgekauft und die Resorts und Luxushotels lassen nicht mehr lange auf warten.

Chinesische Baukraehne am Otres Beach

Die westlichen Eroberer werden von den oestlichen abgeloest. Ist halt schoen hier und jeder will seinen Teil vom Kuchen.

Sonnenuntergang am Otres 2

 

 

Otres waehrend dem Chinesischen Neujahr

In Otres Market steigen wir aus unserem Minibus und machen uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Das kurz bevorstehende Chinesische Neujahr fuehrt auch hier dazu, dass wir nur freundliches Kopfschuetteln ernten, als wir uns durch die Gasthaeuser und Hostels fragen. Katharina und Sophie sind vor zwei Tagen angekommen und haben sich im Done Right einquartiert – auch hier ist leider erst ab dem naechsten Tag etwas frei. Robert schafft es aber schliesslich uns zwei Dormbetten im Hacienda zu ergattern. Die sind allerdings extrem rustikal und haben keine Moskitonetze. Die Maedels bieten daraufhin an, dass ich bei ihnen im Zimmer schlafen darf. wieder zurueck im Done Right ist dann doch ein Zimmer frei und wir schlagen sofort zu: 12$ fuer ein eigenes Zimmer mit Moskitonetz und Ventilator schlaegt dann doch das Dorm.

Die naechsten Tage verbringen wir damit die Straende zu erforschen und schweissgebadete Backpacker auf der Suche nach einer Unterkunft zu beobachten.

Otres 2

Alles ist voll und jeden Abend gibt es mehrere Optionen zum Feiern. Von Live Musik ueber recht anstrengenden Techno aus dem Hostel gegenueber ist alles dabei. An Schlafen vor 1:00 Uhr nachts ist nicht zu denken. Dass das nun wirklich ausschliesslich am Chinesischen Neujahr liegt, ist zu bezweifeln, aber es spielt sicherlich eine Rolle. Die Kambodschaner feiern zwar ihr Neujahr erst viel spaeter, aber trotzdem ist das Chinesische Neujahr hier sehr deutlich zu spueren. Als wir mal wieder Klamotten waschen muessen, dauert das auch, anstatt der versprochenen 24 Stunden, fast 3 Tage.

Eigentlich wollen wir hier ja nur kurz Zwischenstation machen. Wir finden aber trotz langwieriger Suche keine schoene bezahlbare Unterkunft auf einer der Inseln. So gehen doch fuenf Tage ins Land. Schliesslich buchen wir uns einfach zwei Dormbetten fuer eine Nacht in einem Hostel auf Koh Rong Samloem und ein Ticket fuer die Faehre – wird schon gut gehen…

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